Schnorcheln am Strand La Cola (Águilas)
- Rutas Snorkel
Galerie (4 Fotos)
Beschreibung
Wir befinden uns am Strand La Cola, einem breiten Küstenabschnitt neben dem Ortsteil Calabardina.
Auf der rechten Seite befindet sich eine Bootsrampe, weshalb dieser Bereich für unsere Schnorcheltour ungeeignet ist. Wir betreten das Wasser neben den Küstenschutzfelsen am östlichsten Abschnitt des Strandes.
Der Einstieg erfolgt neben einigen Felsen, die leicht aus dem Wasser herausragen. Der Meeresboden ist sehr flach und besteht zunächst aus verstreuten Felsen, die in eine Felsplatte mit zahlreichen Spalten und Vertiefungen übergehen. Diese bieten Oktopussen und Seeigeln einen idealen Unterschlupf. Da man hier problemlos stehen kann, empfiehlt sich das Tragen von Wasserschuhen mit fester Sohle.
Etwas weiter vom Ufer entfernt erstrecken sich große Posidonia-Seegraswiesen. Dieser Lebensraum ist von außerordentlicher biologischer Bedeutung, da er nicht nur als Kinderstube für zahlreiche Meeresarten dient, sondern auch den Wellengang dämpft und die Küste vor Erosion schützt. Posidonia blüht meist im späten Herbst, jedoch nicht jedes Jahr, sodass sich der Zeitpunkt der Blüte nur schwer vorhersagen lässt.
Über den Seegraswiesen lassen sich häufig große Schwärme von Goldstriemen beobachten, deren goldene Streifen im Licht glänzen. Sie bewegen sich oft synchron, während sie sich von der Posidonia ernähren, wobei einige Wissenschaftler davon ausgehen, dass sie tatsächlich die Organismen fressen, die auf den Blättern des Seegrases leben.
Zwischen den Posidonia-Wiesen verlaufen zahlreiche weiße Sandwege. Hier kann man möglicherweise den scheuen Kammzähnerfisch (Xyrichtys novacula) entdecken, einen Bewohner sandiger Böden mit charakteristisch abgerundeter Schnauze. Von Natur aus sehr vorsichtig, vergräbt er sich bei der geringsten Gefahr sofort im Sand. Ein weiterer häufiger Fisch der Sandbereiche ist die Marmorbrasse, die ständig den Sand nach Nahrung durchsucht.
Es lohnt sich nicht, sich weiter von der Küste zu entfernen, da sich die Seegraswiesen ausdehnen und die Wassertiefe zunimmt. Zudem vermeidet man in Ufernähe mögliche Gefahren durch vorbeifahrende Boote.
Daher empfiehlt es sich, auf der Felsplatte oder entlang ihres Randes zu bleiben und die Felsformationen zu erkunden, die den Meeresboden säumen und ebenfalls zahlreichen Meeresbewohnern als Lebensraum dienen.